Oder-Neiße-Radweg - Von Zittau nach Ueckermünde

Auf dem östlichsten deutschen Radweg zum Stettiner Haff in 10 Tagen / 9 Nächten
Radeln Sie von den Zittauer Bergen zur Ostsee entlang der weitgehend naturbelassenen Flüsse Neiße und Oder, und lernen Sie dabei auch unseren neuen EU-Nachbarn Polen kennen. Großartige Naturlandschaften, hervorragende Kulturdenkmäler und allgegenwärtige Zeugen der jüngsten Geschichte begleiten Sie auf Ihrer Tour.
1. Tag
Ein Ausschnitt des berühmten Zittauer Fastentuchs.
Individuelle Anreise nach Zittau
Bummeln Sie durch die Kleinstadt im äußersten Südosten Deutschlands mit dem schönen Marktplatz, an dem das von Schinkel gebaute Rathaus liegt, und besichtigen Sie das berühmte Große Zittauer Fastentuch. Genießen Sie das Flair dieser einst böhmischen Stadt, die heute unmittelbar an der deutschen und der tschechischen Grenze liegt und wo Sie sich von Schmalspurbahnen in die umliegenden Kurorte bringen lassen können.
Übernachtung in Zittau
2. Tag
Das Barockkloster Marienthal ist das älteste deutsche Ordenshaus der Zisterzienserinnen.
Zittau - Görlitz, ca. 40 km
Ihre erste Etappe führt Sie über Hirschfelde, das ein ehemaliges Kraftwerk zu einem kleinen Museum umgewandelt hat, nach Marienthal. Hier steht das imposante Barockkloster der Zisterzienserinnen, nicht nur das älteste deutsche Haus dieses Ordens, sondern ununterbrochen genutzt. Ihr Ziel Görlitz wurde im Krieg nicht zerstört und weist bedeutende Bauten aus dem Mittelalter, der Renaissance bis zum Jugendstil auf.
Übernachtung in Görlitz
3. Tag
Grenzübergang bei Bad Muskau.
Görlitz - Bad Muskau, ca. 45 km
Auf ruhigen Wegen geht es die Neiße entlang. Bei Zentendorf kommen Sie an der Kulturinsel Einsiedel vorbei, wo sich ein bemerkenswertes Baumhaushotel befindet. Sie befinden sich übrigens nicht nur in der Oberlausitz, sondern auch im ehemaligen Schlesien, das hier über die Neiße nach Westen ragte. In Muskau lebte Fürst Pückler, der hier einen einmaligen Park schuf und Namensgeber für das bekannte Eis wurde.
Übernachtung in Bad Muskau
4. Tag
Immer entlang der oder geht es nach Guben.
Bad Muskau - Guben, ca. 61 km
Nach dem Frühstück radeln Sie weiter den Fluss entlang. Ortsnamen wie Zelz und Bademeusel deuten auf die sorbische Bewohnerschaft. Forst ist nicht nur Grenzstadt, sondern auch Stadt der Rosen und besitzt eine  Radrennbahn für Steherrennen. Wer mag, radelt gemütlich weiter oder nutzt die Bahn, um die Doppelstadt Guben/Gubin zu erreichen.
Übernachtung in der Region Guben
5. Tag
Das Plastinarium in Guben zeigt weltweit einmalige Exponate.
Region Guben - Frankfurt/Oder, ca. 63 km
Wer gut gefrühstückt hat, kann das Plastinarium besichtigen, bevor es mit dem Rad zur Mündung der Neiße in die Oder geht. Danach wartet das Barockkloster Neuzelle mit dem bekannten Schwarzbier auf Ihren Besuch. Über die einst sozialistische Planstadt Eisenhüttenstadt erreichen Sie Frankfurt an der Oder, das sich 1506 für 1100 Schock Groschen eine Universität einrichtete, die auch heute als Europa-Uni Viadrina einen guten Ruf genießt.
Übernachtung in Frankfurt an der Oder
6. Tag
Die schöne Landschaft im Oderbruch.
Frankfurt/Oder - Altlewin/Bad Freienwalde, ca. 80 km
Die Etappe heute führt Sie durch den Oderbruch, einer Kulturlandschaft, die im 18. Jh. durch Flußbegradigung, Eindeichung und Trockenlegung entstanden ist. Siedler aus allen Teilen Deutschlands, Österreichs und der französischen Schweiz fanden hier eine neue Heimat. Wie problematisch diese Flussregulierung war, zeigen bis in die jüngste Zeit die verheerenden Überschwemmungen.
Übernachtung in Altlewin oder Bad Freienwalde
7. Tag
Idyllische Landschaft um Schwedt.
Altlewin/Bad Freienwalde - Schwedt, ca 35 km
Vor dem Start könnten Sie dem Schloss noch einen Besuch abstatten. War es gestern ländlich, ist es heute geradezu einsam im Naturpark Unteres Odertal, Heimat vieler seltener Planzen und Tiere. In Stolpe, einem alten Dorf der Ukraner, gibt es mit dem Grützpott einen urtümlichen Wehrturm, bevor Sie Schwedt erreichen. Bekannt sind die Raffinerieanlagen der Stadt, aber auch Kultur und Shopping kommen hier nicht zu kurz.
Übernachtung in Schwedt
8. Tag
Eine Slawenburg, die auf das alte slawische Siedlungsland hinweist.
Schwedt - Löcknitz, ca. 70 km
Nach dem Frühstück radeln Sie nach Gartz, das noch viele mittelalterliche Bauwerke aufweist. Kurz darauf ist wegen der Nähe der Stadt Stettin nicht mehr die Oder der Grenzfluss, sondern es geht landeinwärts durch Wälder und Felder. Die vielen Orte auf -ow zeigen das alte slawische Siedlungsland an. Schon in Vorpommern liegt Ihr Etappenziel, das trotz seines Namens (Sumpfloch) sympathische Städtchen Löcknitz.
Übernachtung in Löcknitz
9. Tag
Typisch weißer Ostseestrand.
Löcknitz - Ueckermünde, ca. 55 km
Kleine Seen und Heidelandschaften prägen die heutige Etappe, die Sie durch Vorpommern an die Küste des Stettiner Haffs bringt. Das Haff war ursprünglich ein Gletschersee, weist heute eine Tiefe von ca. 4 Metern auf und ist sehr fischreich. An der Mündung des Flüßchens Uecker liegt das ehemalige Fischerstädtchen Ueckermünde, das im Krieg unzerstört sich heute liebevoll restauriert zeigt.
Übernachtung in Ueckermünde
10. Tag
Historische Kanalbrücke bei Ueckermünde, dem letzten Etappenort auf Ihrer Tour Oder-Neiße-Radweg von Zittau nach Ueckermünde.
Individuelle Abreise oder Verlängerung
Nach dem Früstück endet Ihre Radtour am Oder-Neisse-Radweg, gerne verlängern wir auch Ihren Aufenthalt in Ueckermünde oder auf der Insel Usedom.
Kurzinfo
  • Start / Ziel
    Zittau / Ueckermünde
  • Dauer
    10 Tage, 9 Nächte
  • Länge
    ca. 450 km
  • Tagesstrecken
    zwischen 35 und 80 Radkilometer
  • Streckenprofil
    Weitgehend flach, in der Moränenlandschaft Vorpommerns auch leicht hügelig. Die Strecke verläuft auf guten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen.

  • Rückreise nach Zittau
    Mit dem Kleinbus inkl. Rad (muß bei Buchung angegeben werden), täglich möglich, am Anfang oder am Ende der Reise, inkl. eigenem Rad, keine Reduktion, wenn keine Räder transportiert werden.
    Eine Rückfahrt mit der Bahn ist nicht empfehlenswert.